Veranstalter: Centraltheater
Final Fantasy ist das One-Man-Ereignis Owen Pallett, visuell unterstützt durch die Schattentheater- und Filmkünstlerin Stephanie Comilang am Polylux.

Was die beiden dort auf der Bühne zelebrieren, verschlägt einem dem Atem: Palletts Songs basieren allesamt auf den Tönen, die er von seiner Geige aufnimmt und loopt, ergänzt durch glasklaren Gesang, geklopften Rhythmus oder Syntie-Flächen. Er schraubt seine Stücke buchtstäblich live auf der Bühne zusammen, baut Fläche um Fläche auf, verflicht die Einzelteile zu unglaublich dichten Melodien, gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, anhand der Schnipsel der ersten paar Sekunden den nachfolgenden Song zu erahnen.

Was bei Palett die Töne, sind bei der Künstlerin Comilang am Polylux einzelne Bögen mit Scherenschnitten. Sie verknüpft vor den Augen des Publikums die verschiedenen Flächen zu Bildern, die perfekt auf die Musik abgestimmt sind. Mal bestehen ihre Filme aus pulsierenden Farben und Formen, dann wieder verwandeln sich durch das Austauschen einzelner Ebenen die Bilder zu Geschichten.
Nach knapp 90 Minuten und drei vehement vom Publikum eingeforderten Zugaben (Pallett: “I´ve never given three encores in my life!“) ist plötzliche alles vorbei. Es bleibt das dumpfe Gefühl, dass man einen solchen Abend so schnell nicht wieder erleben wird.
WOW.

